GESCHICHTE

Wenn man in den 60ziger Jahren geboren wurde und der Vater bei der SBB als Kondukteur gearbeitet hat, ist es wohl fast unvermeidlich dass Zuhause eine Märklin Anlage stand.
Bereits da wurde der Virus gepflanzt welcher lange schlummert, aber immer präsent ist.
Die Anlage war auf einer Tischlerplatte aufgebaut, ohne Landschaft und man durfte am Trafo drehen.
Als mein Bruder auf die  Welt kam, verschwand aus Platzgründen die Platte.
In den siebziger Jahren, an einem neuen Wohnort, habe ich  selbst  den Anlauf genommen die Anlage wieder auf einer Platte aufzubauen. Auch damals gab es aber nie eine Landschaft.
Das ging gut, aber aus Geld-,  und Zeitmangel (als Teenager hatte man auch noch andere Interessen) verschwand die Anlage wieder in Kisten.  
Über fünfzehn Jahre später, als mein Tochter zur Welt kam, schlug das Virus wieder zu.
Da ich eher ein Fahrbahner bin,  war HO bei den damaligen Platzverhältnissen nicht mehr das ideale Format. Also habe ich alles verkauft und bin auf N- Spur umgestiegen.
Hauptsächlich Minitrix mit Flexgleisen.
Ich erstellte dann in Spantenbauweise eine dreistöckige Anlage mit mehreren Stromkreisen, mit den Massen von ca 3,5 x 1,5 Meter. Ein Gleispult mit el. Logikbausteinen wurde auch gebaut.
Leider kam es nie bis zum Geländebau, da wir bald für mehrere Jahre im Ausland lebten.  
Im 2012 kamen wir zurück in die Schweiz und ich suchte nach 3 Jahren für den Winter noch ein neues Hobby. Im Sommer bin ich seit 15 Jahren leidenschaftlicher Harleyfahrer.
Die Kiste mit dem Material wurde bei Mutter gefunden, ausgepackt und der Virus war wieder da.
Da das Internet in der Zwischenzeit auch erfunden wurde, gab es natürlich erst mal eine Unmenge an Informationen zu verarbeiten.

Während dem Internet-Studium sind die Ideen gereift und folgende Grundentscheide wurden gefällt:

1.    Fahren digital
2.    Anlage in Segmentbauweise
3.    Steuern Digital und mit PC
4.    Schienenmaterial Peco 55  / Schattenbahnhof altes Minitrix Material
5.    Fahrzeuge was gefällt, aber eher aktuelle Epoche
6.    Planung mit Scram

Im Winter 2015/2016 gab es die erste Planung einer Anlage für mein Büro.
Bald entstand eine grössere Planung für das Gästezimmer, welches aber aus möglichen Konfliktpotenzial mit Mitbewohnern auf die Seite gelegt wurde.
Zur gleichen Zeit habe ich die alten Loks digitalisiert und auf einem Glastisch im Büro die ersten Ovale installiert, um mit einer Z21 die ersten Versuche zu machen.
Schnell wurden zwei Segment a 120cm x 50 cm gebaut um weitere Erfahrungen mit Segmentübergängen, Verkabelung  und digitaler Weichensteuerung zu sammeln.
Zudem wurde das Rollmaterial kontinuierlich aufgestockt.
Wie bereits gesagt, bin ich im Sommer beschäftigt und nur im Winter ist Spur- N ein Thema.

Modelleisbahn ist heute ein äusserst komplexes Hobby, welches Planung, Holzarbeiten, Elektronik, Elektrik, PC-Steuerung, Landschaftsbauten, und vieles mehr beinhaltet.
Man kann sich im Internet fast schwindlig lesen.
Zudem gibt es noch diverse Foren und Facebook welche auch als Hilfe herbeigezogen werden können.
 
Also lief die Planung weiter und weiter.
Viele Ideen aus dem Netz haben die Planung mehrfach verändert und verbessert.
Schlussendlich war ich soweit, um mit dem Bau der ersten 2 Segmente zu beginnen.
Peco Material wurde bestellt und die Pläne für die Beschaffung der Sperrholzplatten wurden ausgearbeitet.

Die Grundentscheide wurden verfeinert und der heutige Stand sieht so aus:

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